An den Ufern des Gardasees gibt es zahlreiche Burgen  zu besichtigen. Diese Bauwerke prägen häufig das Bild der Ortschaften, in denen sie angesiedelt sind, und werden zu richtigen Wahrzeichen dieser, wie zum Beispiel in Sirmione, Lazise, Malcesine, Torri del Benaco und Padenghe.

Daher sollten Sie auf einen Ausflug zu diesen Orten am Gardasee und den dortigen Burgen nicht verzichten!

TOP FIVE der BURGEN

IMG_pos_CASTELLI_550x150px1- Burg Sirmione
Die Scaligerburg ist der einzige Zugang zur Altstadt von Sirmione. Sie wurde von Mastino della Scala, dem damaligen Stadtherrn von Verona in Auftrag gegeben, um die Angriffen besonders ausgesetzte Ortschaft zu schützen. Es lassen sich sowohl der Bogengang, in dem Steine mit Inschriften aus der Zeit des römisches Reiches und dem Mittelalter ausgestellt sind, wie auch die Mauerlaufgänge besichtigen. Desweiteren ist die Holztreppe restauriert worden, die zur Turmspitze führt, von wo aus man einen wunderbaren Ausblick auf den Gardasee hat. Die Burg Sirmione gehört zu den am vollständigsten und am besten erhaltenen Burgen in Italien und ist zudem eine der seltenen Wasserburgen.

IMG_pos_CASTELLI_550x150px22- Burg Malcesine
Die mittelalterliche Scaligerburg Malcesine wurde vermutlich auf den Resten einer langobardischen Burg errichtet. Über die Jahrhunderte hinweg wurde die Burg neben der Adelfsamilie der Scaliger auch von den Visconti, Franzosen und Österreichern bewohnt. Im Inneren der Burg befindet ein Goethe gewidmetes Museum. Der Schriftsteller hatte dieses Bauwerk berühmt gemacht, als er es detaillreich und mit großer Eindringlichkeit in seinem berühmten Reisebericht “Italienische Reise” beschrieb. Desweiteren beherbergt die Burg das Museum für Naturgeschichte und ein Fischereimuseum.

IMG_pos_CASTELLI_550x150px33- Burg Lazise
Die Burg wurde im 9. Jahrhundert erbaut, einer Zeit, in der das Fischerdorf sich vor den Angriffen der Hunnen schützen musste. Über die Jahrhunderte gab es zahlreiche Umbauten und Burgherren, bis die Burg unter der Herrschaft der Scaliger ein richtiggehendes Bollwerk dessen wurde, was man damals als bewehrten Kriegschauplatz des Westufers bezeichnete. Heute sind nur wenige Teile der usprünglichen Burg erhalten. Sie wurde 1796 fast vollständig von den Franzosen zerstört, die die Burg zur Herstellung von Salpeter und Produktion von Schießpulver nutzten. Später verkauften die Österreicher die Burg an einen Privatmann, der diese als Steinbruch und damit zum Bau neuer Häuser gebrauchte. Das die Burg in ihrer heutigen Form zu besichtigen ist, ist dem Einschreiten von Graf Buri zu verdanken, der sie erwarb und renovierte.

IMG_pos_CASTELLI_550x150px44- Burg Torri del Benaco
Die ersten Zeugnisse einer Befestigungsanlage lassen sich auf das Jahr 15 v. Chr. datieren, auch wenn die Burg Torri ihre Glanzzeit unter der Herrschaft der Scaliger hatte. In den folgenden Jahrhunderten erlebte das Bauwerk jedoch einen starken Niedergang, der im 18. Jahrhundert im Abriss der Burg zugunsten eines Gewächshauses für Zitronen gipfelte. Dieses lässt sich noch heute besichtigen und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Heute ist auch der Wehrturm zu besichtigen, dessen sogenanntes Todeszimmer dadurch traurige Berühmtheit erlangte, dass die Verurteilten durch eine Falltür auf scharfe Lanzen fielen.

IMG_pos_CASTELLI_550x150px55- Burg Padenghe
Die Burg beherrscht die auf einer Anhöhe gelegene Ortschaft Padenghe sul Garda. Sie wurde im Jahr 1145 vermutlich auf den Ruinen einer früheren Burg aus dem 10. Jahrhundert errichtet. Schnell wurde die Burg zum Zankapfel zwischen Brescia und Verona, bis sich die Scaliger ihrer bemächtigten. Von ihr aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf Sirmione.