Hier sind die 5 Festungen am Gardasee, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte! In der Tat gibt es zahlreiche Burgen und Festungen in der Region, die über verschiedene historische Epochen hinweg als strategisch wichtig galt.

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1 – Peschiera del Garda
Diese Stadt am Südufer des Gardasees war seit jeher ein strategisch wichtiger Militärstützpunkt, wurde aber erst unter Mastino I. della Scala zu einer richtigen Festungsanlage ausgebaut.  Unter der Herrschaft der Republik Venedig nahm die Festung von Peschiera del Garda ihre aktuelle fünfeckige Form an und war nun komplett von Mauern umgeben. Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage weiter ausgebaut und um andere Gebäude erweitert, darunter eine Infanteriekaserne, ein Militärkrankenhaus und eine Artilleriekaserne, heute ein renommierter Sitz von Tagungen, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen.

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2 – Arco
Arx, von dem der Name “Arco” abgeleitet ist, bedeutet Festung und bezeichnet die Form dieser Anlage am Nordufer des Gardasees. Die Existenz von Arco ist seit dem 12. Jahrhundert belegt,  während der Ausbau zur Verteidigungsfestigung durch einheimische Adelige um das Jahr 1000 erfolgte. In einem Aquarell aus dem Jahr 1495  von Albrecht Dürer wird die Burganlage Arco als ein kleines befestigtes Städtchen dargestellt. Der Ort wurde durch starke Mauern und Eckt
ürme mit guter Sicht geschützt. Die sogenannte Renghera, die sich auf dem höchsten Punkt des Felsen befindet, sowie die Grande waren die zwei wichtigsten Türme. Noch heute kann man die Burgruine Arco besichtigen.

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3 – Riva del Garda
Die Existenz Rivas (Ripa) ist seit der Römerzeit belegt, auch wenn die letzten Ausgrabungen in der Gegend Reste eines befestigen Ortes bzw. Heiligtums aus vorrömischer und römischer Zeit zu Tage gefördert haben. Unter der Herrschaft der Venezianer, im 16. Jahrhundert, wurde die Festung auf den Überresten einer vorherbestehenden Befestigungsanlage errichtet. Im Folgenden wurde Riva an den Hängen des Monte Rocchetta befestigt. Die Österreicher machten es zu einem Stützpunkt, den italienische Soldaten bis zum Rückzug des königlichen Heers im Jahr 1918 nicht bezwangen. Die Festung von Riva del Garda war Teil des Subayon III (dem österreichischen Befestigungssystem an der italienischen Granze), das den Vormarsch aus dem Ledro- und Ampolatal und somit ein Heranrücken an Trient und das Etschtal verhindern sollte.

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4 – Lonato del Garda
Die Befestigungsanlage von Lonato, einer Stadt im Süden des Gardasees, geht auf die Zeit nach dem Jahr 909 zurück, in welchem die Stadt durch die Ungarn zerstört wurde. Über die Jahre und Jahrhunderte hinweg wurde Lonato del Garda von verschiedenen Völkern und Familien beherrscht, die sich wegen des für die Verteidigung strategisch wichtigen Wehrturms bekämpften. Die Befestigungsanlage von Lonato war im Besitz der Grafen von Montichiari, der Scaligern und im Jahr 1376 der Visconti, die den ganzen Ort mit Befestigungsmauern umgaben. Heute beherbergt die auf das Mittelalter zurückreichende Rocca von Lonato das städtische Vogelkundemuseum “Gustavo Carlotto” (Museo Civico Ornitologico).

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5 – Rivoli Veronese
Das Festungswerk “Forte Rivoli” ist auch unter dem Namen “Forte Wohlgemuth” bekannt, dem Namen eines österreichischen Generals, der sich während des ersten Unabhängigkeitskrieges hervorgetan hatte. Die Festung liegt oberhalb des Flußes Etsch auf einer Anhöhe des Monte Castello. Gebaut, um die Grenze Österreichs zu schützen, fiel die Festung nach der Annektion Venetiens durch das Königreich Italiens in die Hände des königlichen Heers, das endgültig die Bezeichnung “Forte Rivoli” festlegte. Eine der Hauptcharakteristiken dieser Burg ist die Möglichkeit, die ganze Schlucht ins Kreuzfeuer zu nehmen. Diese beruht auf der den Torri Massimiliane in Verona strukturell ähnlichen Form sowie der Lage, die eine weite Sicht bietet. Heute kann das Forte Rivoli besucht werden. Es beherbergt das militärgeschichtliche Museum “Walter Rama”.